Nach oben
Hofmusik
"Ruhri"-Lesung
Mas Que Nada
Adventskonzert
Quartett "Vallvisa"
Hottenlotten
Tango Argentino
Wilde Hummel
Rollin' Blues Boys
Jazz & Rock
Byrd-Ensemble
"2 in One"
"2nd Spring"
Jazzkonzert 

 

Bahnhof Dahlhausen

 

Ein musikalische Weltreise

am 28. Februar 2010
mit der Essener Jazzband "Mas Que Nada"

 



 

Dahlhausen. Sehr engagierte Hobby-Musiker aus dem Ruhrgebiet spielten Bossa, Swing, Ballads, Latin und Blues mit leidenschaftlicher Begeisterung im Bahnhof Dahlhausen. Die Band „Mas Que Nada“ gründete sich 2003 mit zunächst vier Mitgliedern und seit dem Sommer 2009 wurde daraus ein Sextett. Der Name „Mas Que Nada“ ist portugiesisch, bedeutet „Besser als nichts“ und stammt von einem Bossa-Lied.

So war es auch „besser“ den Klängen im Kulturbahnhof zu lauschen, „als nichts“ zu tun. Trotz des Sturmtiefs „Xynthia“ hatten Musikliebhaber den Weg in die Bahnhofshalle gewagt. Joachim Berndt von „PRO Dahlhausen“ bemerkte deshalb bei seiner Begrüßung: „Das zu erwartende Gedränge der Besucher ist wohl deshalb ausgeblieben, weil der WDR dazu aufrief, die Häuser wegen des Sturmes nicht zu verlassen“.

Umso lebhafter ging es bei dem vielseitigen Repertoire der Jazzband zu und stürmisch waren im Gebäude nur die Beifallsbekundungen. Die ambitionierten Musiker boten erstklassige Salonmusik, die im 17. und 18. Jahrhundert höfische Unterhaltungsmusik war. Zum Bahnhof Dahlhausen besser passend hätte es eigentlich „Waggon-Musik“ heißen müssen, die im „1. Klasse Sonderabteil“ aufgeführt wurde. Bei Gartenpartys spielt die Band auch manchmal zum Tanz. In der Bahnhofshalle wurde allerdings nicht getanzt, dafür kräftig mitgesungen. Auch beim Zechenfest „Zollverein“ trat die Gruppe in Essen auf.

Zur Jazzband gehören:
- Ulrich Lünstroth (Piano), aus Essen, fand den Weg von der Klassik zum Jazz und ist Mitbegründer der Band
- Brigitte Overheid (Saxofon, Querflöte), Essen, fing bei einer alternativen Blaskapelle an und spielte bei verschiedenen Saxofonquartetten mit, um kurz nach der Gründung bei den Jazzern einzusteigen
- Helga Brüx (Gesang), Essen, war Mitglied im Brecht-Chor Essen, widmete sich türkischen Liedern und Tänzen, aber auch einer A Capella Gruppe
- Günter Mantel (Bass), Duisburg, rockte in verschiedenen Bands, bis hin zur Weltmusik im „Afrika-Projekt“
- Paul Daniel (Gitarre), Mühlheim, der auch als Bassist und Saxofonist mit Electro- und Crossover-Formationen unterwegs ist
- Frank Wortelkamp (Schlagzeug), Mülheim, fing mit 13 Jahren gegen den Elternwillen in der Musikschule an und spielte in verschiedenen Bands Rock, Pop und Blues oder slawische Musik zu Hause und ist im Sommer 2009 zu „Mas Que Nada“ gestoßen.

Die musikalische Weltreise ging in viele Länder, von Nord- und Südamerika bis nach Island. Bei Eintritt der Dunkelheit wurde auch der „Mond-Tanz“ musikalisch geboten. Auch nach dem Mann der Liebe wurde im „Salon“ oder besser im „Waggon“ Ausschau gehalten mit dem Lied : „The Man I Love“. Die Sängerin Helga Brüx verwies mit „Das Leben ist ein Risiko“ auch auf das noch immer tobende Unwetter hin. Dazu hätte auch: „Ohne Risiko kein Vergnügen“ passen können, denn sichtlich Vergnügen bereitete den selbst noch nach drei Stunden ausharrenden Besuchern die Musikreise, die mit großem Beifall und Zugaben die Endstation „Paris-Nord“ erreicht hatte. Zu erleben war ein fulminanter Reigen an Melodien, vorgetragen von Hobby-Musikern mit unbezwingbarer, übergreifender Spielfreude.

 

Text & Fotos: Gert Hille/WAZ

Mit freundlicher Genehmigung der WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.


 

 

Weitere Eindrücke vom Konzertabend:

 

 

Wir danken Michael Susewind aus Dahlhausen für Foto- und Videomaterial.

 

 

[ Impressum ] [ Kontakt ] [ Startseite ] [Zurück] [Nach oben] [Weiter]