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Dahlhausen. Die
Aussichten für den 15. Dahlhauser Weihnachtsmarkt waren alles andere als gut.
Noch am Samstag regnete und stürmte es unaufhörlich und Erinnerungen an den
Weihnachtsmarkt 2007 wurden wach.
Damals
musste der Markt vorzeitig abgebrochen werden, weil ein Sturmtief die Sicherheit
der Besucher gefährdete. Am Sonntag präsentierte sich dann ein ganz anderes
Bild, angenehme Temperaturen und gelegentlich sogar etwas Sonnenschein. Kein
Wunder, dass sich viele Bürger auf den Weg gemacht hatten, um den etwas anderen
Weihnachtsmarkt vor der herrlichen Kulisse des Dahlhauser Bahnhofs zu bestaunen.
Für die Verantwortlichen des
Veranstalters Pro Dahlhausen gab es noch einen weiteren Grund zur Freude. „Der
Stadt Bochum zollen wir ein dickes Kompliment. Die Baustelle für den
Dahlhauser
Kreisel war pünktlich zum Weihnachtsmarkt so hergerichtet, dass die
Veranstaltung ungestört auf dem Vorplatz stattfinden konnte”, bedankte sich
Joachim Walther, Geschäftsführer von Pro Dahlhausen für die exakte
Termineinhaltung.
Aufmerksamen Besuchern wird
aufgefallen sein, dass es in diesem Jahr einige Änderungen gegeben hat. Sabine
Schwennecke aus Linden vermisste beispielsweise das große Zelt der
Ruhrlandbühne. „Schade, in der Vergangenheit gab es dort immer besondere
Handarbeiten zu sehen.”
Für
die Absage machte Schwennecke die erstmals erhobenen Standgebühren
verantwortlich. Joachim Walther bestätigte die neuen Gebühren, räumte aber ein,
dass Pro Dahlhausen damit einen klaren Zweck verfolgt: „Wir wollten weniger
Imbissbuden und dafür mehr Kreativangebote.” Betreiber von Imbissbuden mussten
daher deutlich tiefer in die Geldbörse greifen als Anbieter von Bastelartikeln.
„Je mehr kreativ, desto billiger”, brachte es Walther kurz auf den Punkt.
So
war dann etwa für Brigitte Hulisz von der Lewacker Straße die Standgebühr kein
Problem. „Das, was ich früher von meinem Erlös an den Veranstalter gespendet
habe, zahle ich heute als Standgebühr. Das macht überhaupt keinen Unterschied”,
verrät die Künstlerin in Sachen Filzarbeiten. Der Knappenverein Schlägel und
Eisen hatte diesmal einen Leckerbissen für alle Heimatfreunde dabei. Auf einer
riesigen Leinwand waren frühere WAZ-Artikel zu sehen, in denen über die
Bergbaugeschichte in Linden-Dahlhausen berichtet wurde.
Vom Balkon des Bahnhofgebäudes
schallte zwischendurch weihnachtliche Posaunenmusik herunter.
Mitten
auf dem Platz klaffte allerdings eine riesige Lücke. „Schade, dass die
Pfadfinder aus St. Engelbert diesmal nicht gekommen sind. Mit ihrem großen
Tipizelt und dem Lagerfeuer hätten die sich in der Mitte gut gemacht”, bedauert
Joachim Walther die Absage der Pfadfinder, die an dem Wochenende an einer
überörtlichen Veranstaltung teilnahmen.
Bochum, 2. Dezember 2008
Text & Fotos: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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