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Dahlhausen. Zum
Weltkindertag 2010 hatte sich Pro Dahlhausen wieder stark engagiert, um zusammen
mit vielen Vereinen und Aktiven auf dem
Otto-Wels-Platz rund um den Bahnhof Dahlhausen das Kinderfest für Jung und Alt zu gestalten. Das diesjährige Motto lautete:
„Respekt für Kinder“.
Darauf bezog sich auch die
Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann in ihrer Begrüßungsrede: „Denn noch immer
gibt es mangelnde Aufmerksamkeit und Beachtung der Kinder durch unsere
Gesellschaft, Kinder werden nicht ernst genommen, dürfen nur selten mitreden
oder gar entscheiden“. Erdmann verwies auf das
deutsche Kinderhilfswerk und
das internationale (UNICEF), die sich bemühen, Kinderrechte in das deutsche Grundgesetz aufzunehmen.
Nach der
UN-Kinderrechtskonvention von 1989 haben Kinder das Recht auf besondere
Fürsorge, Unterstützung, Förderung, Schutz, gewaltfreie Erziehung, Bildung und
Ausbildung. „Besonders arme Kinder in Deutschland haben deutlich schlechtere
Entwicklungsmöglichkeiten“ betonte Erdmann. Sie will helfen, bei Kindern das
Bewusstsein zu stärken und ihre Rechte durchzusetzen.
Auch bei der Gestaltung von
Spielplätzen sollen Kinder mitwirken, Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen und
Verbänden wird weiter gefördert, Projekte sollen bevorzugt bezuschusst werden.
Erdmann hält es für wichtig „Kinder- und Jugendräume zu schaffen, wo sie sich
aufhalten können, ohne Beschwerden von Anwohnern zu erwarten“.
Einen besonderen Dank sprach
sie dem Verein Pro Dahlhausen aus, der jährlich diese schöne Veranstaltung
durchführt und die Aktivitäten kostenlos anbietet. Diesen Dank nahm der 1.
Vorsitzende von Pro Dahlhausen, Joachim Berndt, gerne entgegen, als er gemeinsam mit der
Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann den Kindertag eröffnete.
1925 trafen sich
Vertreter aus 54 Staaten zu einer „Weltkonferenz für das Wohlergehen der
Kinder“. Viele Länder führten danach einen Kindertag ein. Die Türkei hatte
bereits 1920 einen „Tag des Kindes“ veranstaltet. In der Zwischenzeit haben über
145 Länder an unterschiedlichen Tagen den Weltkindertag eingeführt.
Viele spannende und „bewegende“ Aktivitäten zum Mitmachen wurden für Kinder,
Eltern, Lehrer und Gäste geboten. Zu Besuch war auch Samy Sane,
Ex-Bundesligaspieler von Wattenscheid 09, jetzt Spielberater von Schalke 04.
Nach mehreren Versuchen gelang es ihm, den Fußball in die obere linke Öffnung
der Torwand zu schießen, die der Knappenverein Schlegel & Eisen aufgebaut
hatte.
Wer das beste Ergebnis erzielte, erhielt den von Samy Sane signierten Fußball.
An der Sinneskiste von Carmen Rubbel sollte durch Tasten und Riechen der nicht sichtbare Inhalt
erraten werden. Verschiedene Materialien mussten nur durch den Tastsinn
erkannt werden. Die 10-jährigen Mädchen Lara und Norina bestanden diesen Sinnestest bestens.
Die Sport AG der Theodor-Körner-Schule war mit
zwei Lehrern und 12 Schülern gut vertreten. Mit ihren Angeboten förderten sie
die Gesundheit der Kinder, die oft übergewichtig und zu wenig beweglich sind.
Um Haltungsschäden abzubauen eignete sich die Schokokuss-Wurfvorrichtung.
Wer mit dem Ball ein rundes Brett traf, bekam durch einen Mechanismus in hohem
Bogen einen Schokokuss zugeschleudert. Außerdem konnten die Kinder nicht nur
einen Zielwurf in verschiedene Behältnisse üben, sondern auch auf einer Leine
balancieren, mit dem Luftballon tanzen, Eier durch einen
Hindernisparcours jonglieren, mit dem Seil springen und den Hula-Hoop-Reifen
kreisen lassen.
Ein vielseitiges Programm
zeigte die Kindertanzgruppe der Ruhrlandbühne, das Sportzentrum Bochum
demonstrierte Karatetechniken und Mädchen der Islamischen Gemeinde Sultan Ahmet Mosche boten
die Aufführung „Ich gehe nach Üsküdar“. Auch der Trommel-Workshop des Kindertags
präsentierte sich auf der Bühne, wo anschließend der Zauberer Robinson sein
Publikum verzauberte.
Weitere Teilnehmer waren die
Sportgemeinschaft Linden-Dahlhausen, die Kitas Linden, Gaußstraße, Am
Trappen und Am Sattelgut, das AWO-Familienzentrum, die IFAK,
der Verein Pro-Kulturgut, die
Briefmarkenfreunde Bochum und sogar die Polizei mit einem Polizeiwagen. Alle
trugen zum Gelingen des Kindertages bei.
Zur Stärkung sorgte auch Pro
Dahlhausen für das leibliche Wohl, mit Getränken, Waffeln und Grill. Durch den
Erfolg angespornt, macht sich Pro Dahlhausen jetzt schon Gedanken, im nächsten
Jahr 3 Bereiche weiter zu Entwickeln:
1. Noch mehr Aktivitäten in Gruppen zu entwickeln, zum sozialen Umgang,
Bewegung, Bildung und Kreativität.
2. Straffere Koordination und Präsentation auf der Bühne, um eine bessere
Würdigung der kleinen Teilnehmer zu erreichen.
3. Die Seele des Weltkindertages weiter zu entwickeln, wie kommen Kinder auf
neue Weise in Bewegung und zur Ruhe, seelisch wie körperlich.
Um keinen auszuschließen, soll
alles wie bisher kostenlos angeboten werden.
Gert Hille,
September 2010
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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Fantasievolle Gesichtsmalerei gehört zu jedem Kinderfest

Das Ende des Stollens ist erreicht!

Der Nachwuchs übt für's Eisenbahnmuseum

Doris Erdmann (links) amüsiert sich mit einer Festbesucherin

Karatekids vom Sportzentrum Bochum in Aktion

Abenteuer mit dem Hula-Hoop-Reifen

Trommel-Workshop bei der Generalprobe



Fotos: Pro Dahlhausen |